Weinorgel   –   Bäckerstraße 2  –  1010 Wien  –  01/51 31 227  

Design: Bettina Lasser  Fotos: Matthias Obergruger

Wo man sich gerne trifft

Die Weinorgel ist im gotischen Klostergewölbe eines ehemaligen Wirtshauses untergebracht, harmonisch ausgestattet mit einer langen Theke, Pulten und Stehtischen. Als besonderer Gag, um dem Namen Weinorgel nicht nur mit Wein gerecht zu werden, baute man hier eine Karussell- Orgel auf, auf der sich holzgeschnitzte Figuren im Takt der Orgelmusik bewegten und mit musizierten. Der richtige Rahmen für besondere Anlässe, seien es Geburtstag, Hochzeitstage oder die Ausgabe einer großen Runde. Für den Magen gibt es Schmankerln mit Prosciutto, Käse, Oliven und Gebäck.

Erwähnenswert ist die Chronik des Hauses Bäckerstraße 2.

Sie beginnt im Jahre 1280 in dem der herzogliche Amtmann und Münzmeister Leopold von der Polz als Besitzer genannt wird, wobei das Nebenhaus, heute Lugeck 5 nach einer Wiener Sage Schmeckender Wurm-Hof genannt – damals dazu gehört hat.

 

Besonders anziehend war vor allem der Wobn-Thurm, in dem abwechselnd Gelehrte und Denker wohnten und wirkten. Einer der berühmtesten unter diesen war Gottfried Wilhelm Freiherr von Leibnitz, Philosoph und Universalgelehrter. Im Winter 1633 besuchte Feldherr Wallenstein den damals in Thurm lebenden berühmten Astrologen und Sterndeuter  Oporin, um sich ein Horoskop erstellen zu lassen: er sagte Albrecht W.E.v Wallenstein seinen baldigen Tod voraus. Wallenstein wurde einige Wochen später im Schlaf ermordet. Soweit die Vergangenheit – für die Zukunft zeigt ein neuer Weg die Umbenennung der Bäckerstraße zur Weinstraße.

 

Die Weinorgel wurde 1982 von Hans Hecht gegründet und 1988 von Kurt Bender übernommen. Auf 50 m2 können die Gäste aus einer großen Palette von nationalen und internationalen Weinen auswählen und  ein gemütliches „Stehachterl“ genießen. Eine große Orgel hinter der Bar, die zu jeder vollen Stunde spielt erweist dem Namen „Weinorgel“ alle Ehre. Der USP dieser einzigartigen Bar sind die Nussschalen, die die Gäste auf den Boden werfen dürfen. Dadurch wird eine heimische und ausgelassene Stimmung erzeugt.